Evangelische Kirchengemeinde Wattenscheid

ARCHIV 2021

Mittagsgebet zum 2. Sonntag nach EPIPHANIAS

Ein kleiner geistlicher Impuls zum Wochenspruch für die kommende Woche:

Cornelia Becker Fidrich

Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Römer 8,14)

 

Liebe Gemeindeglieder,

wir haben Weihnachten gefeiert. Viele von uns anders als sie es sonst getan hätten. Wir haben die ersten Schritte im Neuen Jahr getan. Schritte, die leider weiterhin ausgebremst werden. Die nicht mal eben den Weg gehen dürfen zu Freunden oder Nachbarn, zum Sportverein oder in die Gemeindegruppe. Es werden weiterhin Wochen vor uns liegen, die schwer auszuhalten sind. Und so treibt uns das Virus in unserer Lebensgestaltung weiter vor sich her, und wir spüren, wie uns düstere Gedanken immer mehr gefangen nehmen.

In diese Zeiten hinein ist uns als Wochenspruch mitgegeben:

Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.

Meine Gedanken bleiben am Begriff „Kinder“ hängen. Woran macht sich eigentlich fest, wen wir mit Sohn oder Tochter bezeichnen, wen wir mit Vater oder Mutter anreden.

Ist es allein das, was wir als genetisches Material weitergegeben oder empfangen haben. Die Nase vom Papa und die Augen von der Mutter. Nach der Geburt eines Kindes wird häufig nach solchen Ähnlichkeiten gesucht. Um sich zu vergewissern: Ist es wirklich das eigene Kind?

Aber wie ist das bei Patchwork Familien oder in SOS Kinderdörfern oder  wenn Kinder adoptiert werden? Wessen Töchter und Söhne sind sie? Nein, an ausschließlich genetisch bedingten äußeren Merkmalen allein liegt die Kindschaft nicht.

Kindschaft ist mehr als Abstammung. Aller biologischer Herkunft zum Trotz, lässt nicht die Zeit, das Miteinander leben, die Verantwortung füreinander und vor allem die Liebe zueinander eine solch innige Beziehung entstehen?

„Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen, du bist mein liebes Kind, ich freue mich an dir.“ Diese Worte höre ich, wenn ich versuche zu begreifen, was es heißt, Gottes Kind zu sein. In der Taufe hat Gott seinem Sohn Jesus diese Liebeserklärung gemacht und seitdem darf sie jeder und jede, der bzw. die getauft wird, für sich hören. Geliebtes Kind. Gottes Geschenk. Er will Vater und Mutter zugleich für uns sein. Er schenkt uns Fürsorge und Treue, Barmherzigkeit und seine Liebe. Er sucht uns, will im Gespräch, in Beziehung bleiben mit uns, will wissen, wie es uns geht, geht mit und leidet mit und freut sich mit. Und er sieht, was uns alles umtreibt und Sorgen macht und bindet.

Mit Vater oder auch Mutter dürfen wir ihn ansprechen. Wir dürfen alles, was uns gefangen nimmt und auf ungute Weise vor sich her treibt, vor ihn bringen.

Schon dass wir das Gespräch mit ihm suchen, schon dass wir uns voller Vertrauen an ihn wenden, hat mit der Kraft seines Geistes zu tun. Diese Kraft, die in uns wirken will, die Antrieb sein will und uns in Bewegung setzen will.

Orientieren können wir uns an Jesus, unserem Bruder, der sich ganz und gar bewegen ließ vom Geist Gottes. Der sich in liebevoller Freiheit den unter-schiedlichsten Menschen zugewandt hat, der unter den Bedingungen seiner Zeit die bedingungslose Liebe seines Vaters lebte.

Sein Geist weitet und hat die Kraft,  ganz neue Perspektiven zu schenken.

Dieser Geist will auch uns bewegen, er will uns frei machen zu einem Blick, wie auch in diesen Zeiten seine Liebe gelebt und spürbar gemacht werden kann.

Mögen wir in diesem Sinn zuversichtliche Kinder Gottes sein.

Eine gesegnete Woche, bleiben Sie alle behütet und gesund.

 

Ihre Pastorin Cornelia Becker-Fidrich

 

 

Mittagsgebet zu Epiphanias

03.01.2021 Sonntagsgedanken zum 2. Sonntag nach Weihnachten

PODCAST

Hörandacht aus der Alten Kirche Wattenscheid für Sonntag, 17. Januar 2021

2. Sonntag nach Epiphanias

Mitwirkende:

Pfarrer Frank Dressler (Geistlicher Impuls),

Beate Groth-Thiem (Lesung),

Anita Jüntgen (Klavier und Gesang),

Martin Neuhoff (Lesung, Gitarre, Gesang)

Frank Staschinski (Gesang, Orgel)

Stille Nacht in der Evangelischen Kirche

Vorläufig keine Gottesdienste in der Evangelischen Kirchengemeinde Wattenscheid

In der Evangelischen Kirchengemeinde Wattenscheid werden schon ab dem kommenden vierten Adventswochenende keine Gottesdienste mehr in oder vor den Kirchen gefeiert. Diese Regelung gilt auch für Heilig Abend, die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel. Das entschied am Mittwoch das Leitungsgremium der Gemeinde und folgte damit einer dringenden Empfehlung der Evangelischen Kirche von Westfalen. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, betont Pfarre Christian Meier, derzeit Vorsitzender des Presbyteriums. „Letztlich haben wir sie aber einmütig getroffen.“

Noch vor wenigen Tagen ging man davon aus, an den Feiertagen Gottesdienste mit Schutz- und Hygienekonzepten feiern zu können. Für Heiligabend waren mit viel Aufwand und Liebe von zahlreichen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen Gottesdienste im Freien vorbereitet worden, zu denen sich auch schon Hunderte von Menschen angemeldet hatten. „Angesichts der verschärften Infektionslage halten wir es aber jetzt für ein Gebot der Verantwortung und Solidarität, auf Versammlungen möglichst zu verzichten, um Menschen nicht zu gefährden. Darin erkennen wir zu diesem Weihnachtsfest unseren Auftrag, der Liebe Gottes zu den Menschen zu entsprechen.“, zitiert Meier aus der landeskirchlichen Empfehlung.

Weihnachten fällt nicht aus

Der Gemeinde fiel die Entscheidung zur Absage der Gottesdienste umso schwerer, weil zu keiner anderen Zeit so viele Menschen zu den Gottesdiensten kommen. „Umso mehr sind wir jetzt bemüht, alternative Angebote zu machen“, kündigt Pfarrer Gerstenkorn für die Gemeinde an. So können am nächsten Sonntag vor der Kreuzkirche in Leithe ab 11.15 Uhr eine Adventsgeschichte und eine Kerze abgeholt werden. Ebenfalls am 4. Advent wird die Alte Kirche zwischen 11.00 und 12.30 Uhr geöffnet sein für Stille und Gebet. „Ein ähnliches Angebot wird es zu Heiligabend in allen evangelischen Kirchen Wattenscheids geben.“

Gefilmte Gottesdienste für zuhause

„In den letzten Wochen haben wir zwei Filmprojekte auf den Weg gebracht.“, erläutert Pfarrerin Cornelia Becker-Fidrich die weitere Planung. „Auf kreative Weise und an ungewohnten Orten haben wir für die beiden Gottesdienste gefilmt.“ Auf der Internetseite der Gemeinde www.e-ki-wa.de wird am Heiligabend ein Familiengottesdienst mit einem Krippenspiel bereitgestellt, das von Jugendlichen unter anderem im Tiergehege im Südpark aufgenommen wurde. Ebenso kann auf der Gemeindehomepage ein Festgottesdienst aus allen Wattenscheider Kirchen abgerufen werden. Pfarrerin Becker-Fidrich freut sich: „Da gibt es ganz viel tolle Kirchenmusik zu hören! Und wer will, kann ja zuhause aus vollem Herzen mitsingen.“

Besonderes Musikerlebnis am 2. Weihnachtsfeiertag

Kirchenmusiker Detlev Bahr und Pfarrer Frank Dressler schlagen am 2. Weihnachtsfeiertag dann einen Bogen von Wattenscheid nach Paris. „Das Format "Lessons and Carols" (Lesungen und Choräle) aus der anglikanischen Tradition haben wir in der Friedenskirche schon in den letzten Jahren gefeiert.“, weiß Detlev Bahr. „In diesem Jahr übernimmt unser Wattenscheider Team die Wortbeiträge, der Gesang stammt von Chorsängern der Amerikanischen Kathedrale an der Seine.“ Auch dieser Gottesdienst wird auf der Gemeindehomepage zu finden sein, ebenso wie aktuelle Informationen zu anderen Angeboten.

 

01.01.2021 Kurzandacht zum Neujahr 2021

01.01.2021 Kurzandacht zum Neujahr 2021 /Textversion